Wie du deinen Namen auf Japanisch schreibst

Dein Name auf Japanisch

Du kannst deinen Namen auf zwei unterschiedliche Arten und Weisen auf Japanisch schreiben. Die einfachste Methode ist, ihn in Katakana zu schreiben. Etwas schwerer ist hingegen die Schreibweise in Kanji. Ich erklär dir hier, wie beide funktionieren!

Schreibe deinen Namen in Katakana

Die Grundlage, um deinen Namen auf Japanisch zu schreiben, sind die Katakana. Bei denen handelt es sich um 46 Zeichen, die so genannte Moren – häufig mit Silben verwechselt – wiedergeben. Jede More lässt sich mit ein bis drei lateinischen Buchstaben transliterieren. Dadurch kannst du deinen Namen umwandeln.

So funktioniert es:

  1.  Öffne eine Tabelle mit den Katakana
  2.  Zerlege deinen Namen in die im Japanischen verfügbaren Moren
  3. Schreibe jede More in Katakana
  4. Beispiel: Sabine wird zu Sa-Bi-Ne – サビネ

Was tun, wenn kein Zeichen existiert? Möglicherweise fällt dir jetzt auf, dass du eine bestimmte Buchstabenkombination aus deinem Namen nicht in der Tabelle finden kannst. In diesen Fällen musst du nach der Phonetik der Moren vorgehen. Einzelne Laute werden etwa meist mit den Moren aus der U-Spalte geschrieben, wobei das U jedoch stumm bleibt. Allerdings gibt es noch weitere Fälle. Einige Beispiele:

  • D:  Ein D wird zu ド (do) mit stummen O.
  • F: Ein F wird zu フ (fu) mit stummen U.
  • G: Ein G wird zu グ (gu) mit stummen U.
  • K / C / Ch: Ein K, C oder Ch wird zu ク (ku) mit stummen U.
  • L: L-Laute schreibst du mit den Zeichen aus der R-Spalte ラ, リ, ル, レ, ロ (ra, ri, ru, re, ro)
  • M: Ein M wird zu ム (mu) mit stummen U.
  • R: Ein R wird zu ル (ru) mit stummen U.
  • S: Ein S wird zu ス (su) mit stummen U.
  • T: Ein T wird zu ト (to) mit stummen O.
  • X: Ein X wird zu クス (kusu) mit stummen U.
  • Ti: Ein Ti wird zu ティ (tei). Beachte, dass das イ nach dem テ kleiner geschrieben wird.

Beachte dabei, dass du deine Möglichkeiten immer so gut wie möglich ausschöpfst. Den Namen “Martin” schreibst du etwa マルティン (Ma-Ru-Ti-N) und nicht ムアルトイン (Mu – A – Ru – To – I – N). Zudem musst du aufpassen, dass du nach der Aussprache deines Namens vorgehst, nicht nach der Schreibweise in lateinischen Buchstaben.

Namensreihenfolge: Im Japanischen solltest du zudem immer zuerst deinen Nachnamen und danach den Vornamen schreiben. Beide werden mit diesem in der Mitte der Zeile schwebenden Punkt・getrennt.

Diese Methode ist wichtig! Wenn du längere Zeit in Japan leben willst, musst du deinen namen auf diese Art und Weise umwandeln können. Denn bei Verträgen und ähnlichen werden häufig keine lateinischen Buchstaben, in Japan Romaji genannt, akzeptiert. Du musst deinen Namen in Katakana schreiben können. Auch dann, wenn du dich für eine Kanji-Schreibweise entscheiden solltest.

So schreibst du deinen Namen in Kanji

Japanisch ist jedoch gerade für seine Kanji berühmt. Auch mit denen kannst du zumindest theoretisch deinen Namen schreiben. Ein Kanji kann viele verschiedene Lesungen haben, die sich auch in Katakana wiedergeben lassen. Es gibt dabei allerdings Probleme, auf die ich später eingehen werde.

An sich gehst du ähnlich vor wie bei der Umwandlung deines Namens in Katakana, allerdings musst du hierfür die verschiedensten Lesungen und Bedeutungen der einzelnen Kanji können. Dadurch wird dieses Unterfangen wesentlich komplizierter. Zum Beispiel kannst du マル aus dem Namen “Martin” als 丸 (Maru) mit nur einem Kanji schreiben, oder aber auch als 間留 (Ma – Ru) mit zwei. Du kannst hier sehr kreativ werden.

Dein Name in Kanji

  1. Gehe auf jisho.org
  2. Suche hier nach der Lesung deines Namens in Kanji. Dafür gibst du in der Suche etwa “maru #kanji” ein. Das Wörterbuch zeigt dir dann alle Kanji an, die du als “Maru” lesen kannst.
  3. Wiederhole Schritt 2, bis du für alle Moren deines Namens ein Kanji hast.
  4. Alternativ kannst du eine Webseite verwenden, die deinen Namen automatisch umwandelt.
  5. Überprüfe die Bedeutung deiner Kanjikombination in einem Wörterbuch.

Bedeutung statt Aussprache: Du kannst auch die Bedeutung deines Namens nutzen, und diese dann in Kanji umwandeln. Dadurch ändert sich natürlich auch die Aussprache. Das kann jedoch auch für Verwirrung sorgen, wenn du deinen Namen in Japan angeben musst.

Wenn du jetzt noch wissen willst, wie du deinen Namen mit dem Handy oder am PC schreiben kannst, dann sieh dir den folgenden Artikel an, wo ich dir erkläre, wie du eine japanische Tastatur einrichtest:

Welche Art der Umwandlung solltest du nutzen?

Wenn du in Japan leben willst, empfehle ich die Umschrift in Katakana zu nutzen. Denn mit diesen Zeichen werden sämtliche ausländische Worte und Namen im Japanischen wiedergegeben. Damit ist das die eindeutigste Methode, deinen Namen in Japan zu schreiben.

Die Umschrift in Kanji ist hingegen eher etwas, wenn du außerhalb Japans künstlerisch aktiv sein willst. Denn du musst bei sowas stets aufpassen, dass deine Kanji-Kombination nicht irgendeine Art von merkwürdiger Bedeutung besitzt, oder eine ungewünschte Assoziation in Japan hervorruft.

Die Probleme mit Kanji-Namen

Weil in den meisten Fällen schaffst du es zwar, dass die Kanji die Aussprache deines Namens haben, in Japan aber gar keinen Sinn ergeben. Alternativ geben sie die Bedeutung deines Namens wieder, aber ihre Aussprache passt vorne und hinten nicht und die Kombination an sich lässt Japaner nur verwirrt gucken. Das ist selbst bei dem von mir oben genannten Beispiel für “Maru” der Fall.

Willst du deinen Namen in Kanji in Japan wirklich benutzen, solltest du also tiefgreifendes Wissen über die Sprache besitzen und am besten auch einen Muttersprachler befragen, ob deine Wahl funktioniert. Bei sehr vielen Namen ist es aber potentiell unmöglich, sie natürlich in japanische Kanji zu übertragen. Deswegen solltest du auch davon absehen, dir deinen Kanji-Namen zu tätowieren.

Als Westler wirst du an sich bereits genug Probleme mit deinem Namen in Japan bekommen. Und das bereits ganz ohne Kanji. Die können dich teilweise gar davon abhalten, manche Verträge abzuschließen. Welche genau das sind, findest du in meinem Video heraus:

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Profilbild von Mathias Dietrich

Ich bin der Betreiber von Kawaraban und beschäftige mich seit 2007 mit Japan an sich und auch der Sprache. Ich habe einen Bachelor of Arts in Japanologie erhalten und ein Austauschstudium an der Senshu-Universität absolviert. Seit 2018 lebe ich in Japan und berichte über mein Leben hier und das Land an sich. Eines meiner Ziele ist es, zukünfitgen Generationen bessere Erklärungen zur Sprache zu bieten, als ich sie zur Verfügung hatte.

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