Kanji lernen ist leichter, als du denkst!

Tipps zum Kanji Lernen

Viele fürchten sich bei Japanisch davor, Kanji zu lernen. Immerhin musst du für das Muttersprachniveau über 2.000 Zeichen kennen. Allerdings wirkt das Unterfangen komplizierter, als es ist. Und mit diesen vier Tipps wird es richtig einfach!

1. Lerne nur eine Aussprache

Das Problem: Die meisten Kanji haben wesentlich mehr als nur eine Aussprache. Nicht selten gibt es drei, vier oder noch mehr. Das macht das Lernen sehr aufwendig. Denn wirklich jede Lesung zu lernen, wird sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.

Die Lösung: Lerne nur die häufigste Lesung eines Kanji. Alle weiteren Lesungen lernst du mit ihren spezifischen Fällen zusammen. Da du neben den Kanji sowieso auch Vokabeln lernen musst, ist das kein Mehraufwand. Da du dich so nicht unötig lange mit dem Lernen seltener Aussprachen aufhältst, machst du wesentlich schneller Fortschritte.

So geht’s: Heisig bringt dir die Zeichen mit seinem Werk “Die Kanji lernen und behalten” auf genau diese Art und Weise bei. Es gibt zudem kostenlose Möglichkeiten, die Kanji so zu lernen.

2. Lerne die Regeln der Strichreihenfolge

Das Problem: Gerade kompliziertere Kanji bestehen aus sehr vielen Strichen. Das umständlichste besteht aus insgesamt 33. Viele Lehrbücher werden versuchen, dir die Strichreihenfolge jedes einzelnen Kanji separat beizubringen.

Die Lösung: Was häufig verschwiegen wird ist, dass die Strichreihenfolge allgemeinen Regeln folgt. Wenn du die lernst, sparst du dir den Aufwand die exakte Reihenfolge für die insgesamt 2.136 Joyo-Kanji zu lernen.

So geht’s: Verinnerliche dir einfach die folgenden sieben Punkte, und du kannst dir sehr viel Lernerei ersparen.

Die allgemeine Strichreihenfolge von Kanji
Das sind die sieben wichtigsten Regeln für die Strichreihenfolge japanischer Kanji.
  1.  Zeichne von Links nach Rechts.
  2. Zeichne von Oben nach Unten.
  3. Setze die einzelnen Striche zuerst von Oben nach Unten.
  4. Danach setzt du sie von Links nach Rechts.
  5. Kästen beginnst du mit einem Strich von Oben nach Unten. Du machst Oben zu und ziehst ohne abzusetzen rechts Runter. Zum Schluss schließt du den Kasten mit einem Strich unten ab.
  6. Wenn der Kasten einen Inhalt hat, zeichnest du erst die waagerechten Striche, gefolgt von den senkrechten. Den Kasten schließt du als Letztes.
  7. Geht ein Strich durch den Kasten hindurch, so zeichnest du diesen als letztes.

3. Lerne erst einfache Kanji , statt häufige

Problem: Oftmals bringen dir Lehrbücher oder Japanischkurse die Kanji nach der Häufigkeit ihres Auftretens bei. Dadurch lernst du häufig zuerst sehr komplexe Kanji, die sich aus vielen einfachen zusammensetzen, und erst danach die simplen Zeichen.

Die Lösung: Lerne die Kanji nach ihrer Schwierigkeit und fange mit den einfachen an. Das macht nicht nur den Einstieg leichter, sondern auch das Lernen komplexer Zeichen. Immerhin kennst du dann bereits ihre Einzelteile.

So geht’s: Kanjidamage folgt diesem Prinzip. Zudem gibt es eine angepasste Versionen dieser Methode, die der Häufigkeit wieder etwas mehr Beachtung schenken. Allerdings auch hier nach wie vor zuerst mit einfachen Kanji beginnt. Die habe ich  in meinem Artikel mit kostenlosen Ressourcen zum Japanisch lernen verlinkt.

4. Lerne Kanji durch Anwendung

Das Problem: Wie du bereits weißt, gibt es massenhaft Kanji und noch wesentlich mehr Vokabeln. Zu lernen, welche du mit welchen Kanji schreibst, kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Zudem wirst du beim reinen lexikalischen Lernen viele Kanji vergessen, bevor du dazu kommst, sie auch nur einmal anzuwenden.

Die Lösung: Lerne direkt mit der Anwendung. Suche dir japanische Texte, die dich interessieren. Auch Serien oder Spiele mit japanischen Untertiteln eignen sich. Sobald du eine Vokabel mit einem Kanji siehst, die du noch nicht kennst, schlägst du sie nach und schreibst sie mit Kanji auf. Durch die stete Wiederholung prägst du dir das Wort ein und lernst so ganz nebenbei auch noch, Kanji flüssig zu lesen.

So geht’s: Um die unbekannten Kanji zu finden, kannst du sie in einer Wörterbuch-App nachschlagen, in der du Kanji per Zeicheneingabe suchen kannst. Akebi und Aedict haben diese Funktion. In meinem Artikel zu den besten Japanisch-Apps stell ich dir beide mit ihren Vor- und Nachteilen vor. Mehr zu dieser Vorgehensweise erklär ich dir zudem im folgenden Video:

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Japanisch lernen anfangen

Wenn du gerade erst dabei bist, mit dem Lernen der Sprache zu beginnen, solltest du einen Blick in meinen kostenlosen Online-Kurs werfen. Der hilft dir beim Einstieg, kann aber auch einige Verwirrungen beseitigen, wenn du schon länger lernst.

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