Effektives Japanisch lernen: Kostenloser Kurs für Anfänger

Japanisch Lernen Plan

Du willst Japanisch lernen? Hier erkläre ich dir, wie du damit anfängst und weiter vorgehen musst! Wenn du diesem Plan folgst, kannst du dir quasi deinen komplett eigenen Lehrplan erstellen, mit dem du bis zum Muttersprachniveau lernen kannst!

1. Vorbereitung zum Japanisch lernen

Worum geht es? Bevor du mit dem Japanisch lernen anfängst, solltest du dir einen grundlegenden Überblick über die Sprache sowie den Lernaufwand verschaffen und eine Reihe weiterer Vorbereitungen treffen. Was genau du vorher wissen musst und brauchst, findest du hier heraus:

2. Lerne Hiragana und Katakana

Worum geht es? Die Hiragana und Katakana sind eine Grundvoraussetzung, um Japanisch zu lernen. Es sind 92 Zeichen, mit denen du sämtliche in der Sprache vorkommenden Laute bilden kannst. Sie zu lernen dauert im Regelfall nur ein bis zwei Wochen, wenn du jeden Tag lernst.

So machst du das am besten! Nutze Vokabelkarten. Auf die eine Seite schreibst du das Zeichen, auf die andere die Aussprache in lateinischen Buchstaben. Das Anki-Deck “Japanische Silben: Kana (Hiragana und Katakana)” kann dir die Aufgabe abnehmen, eigene Karten anzulegen.

Die genauen Erklärungen, was Hiragana und Katakana sind, welche es gibt und wann du sie verwendest, findest du im folgenden Artikel:

3. Lerne die japanische Grammatik

Worum geht es? Wenn die Kana sitzen geht es mit Grammatik und Vokabeln weiter. Beides lernst du prinzipiell parallel. Dein Grammatik-Guide gibt dir aber den grundlegenden Lehrplan vor und gibt dir ein Grundgerüst, um Sätzezu bilden. Mit welchen Vokabeln du das füllst ist sekundär.

So machst du das am besten! Die wohl beste Methode, die Grammatik zu lernen, ist mein deutschsprachiger Guide zur japanischen Grammatik. Der basiert auf den Informationen von Cure Dolly. Von anderen Quellen kann ich bisher nur aktiv abraten. Denn alle  Lehrbücher und gar Sprachkurse, die ich bisher gesehen hab, denken zu westlich und erklären Japanisch deswegen falsch. Das führt zu Verständnisproblemen.

4. Lerne Vokabeln und Kanji

Worum geht es? Dein Wortschatz bestimmt, worüber du dich unterhalten kannst. Ihn dir anzueignen, wird aber die meiste Zeit beim Lernen der Sprache in Anspruch nehmen. Immerhin lernst du hier auch die Kanji. Es gibt hier zwei verschiedene Lernmethoden, die du aber auf Wunsch miteinander kombinieren kannst: Lexikalisches Lernen und Immersionslernen.

So machst du das am besten! Am besten lernst durch wiederholte Anwendung. Also indem du einfach Texte über deine Interessen auf Japanisch liest und übersetzt. Allerdings kann es durchaus Vorteile haben, dir einen Grundwortschatz über klassisch lexikalisches Lernen, also mit Vokabelkarten, anzueignen. Dafür nutzt du am besten Anki.

Im Idealfall legst du entsprechende Decks selbst an, indem du Vokabeln aufschreibst, denen du im Bereich deines Hobbys begegnest. Speziell zum Lernen von Kanji habe ich zudem einen Artikel mit vielen wichtigen Tipps geschrieben.

Alternativ findest du einige vorgefertigte Decks in meiner Sammlung mit den besten kostenlosen Lernressourcen. Die lohnen etwa, um dir einen gewissen Grundwortschatz anzueignen. Übertreib es damit nur nicht, weil es nur eine begrenzte Anzahl an wirklich für alle Bereiche wichtigen Kernwörtern gibt. Das Vokabular, das du brauchst, richtet sich stets nach deinen Hobbies.

5. Erstelle eigene Übungen

Worum geht es? Gerade wenn es darum geht, Japanisch selbst zu bilden und nicht nur zu verstehen, lohnt sich Übung. Allerdings gibt es Aufgaben nicht nur Büchern, du kannst dir ganz einfach beliebig viele selbst erstellen!

So machst du das am besten! Vorgefertigte Übungen findest du kostenlos bei Marshallyin. Allerdings solltest du dir die Aufgaben herausschreiben und ohne die Multiple-Choice-Vorgaben lösen.

Eigene fertigst du hingegen an, indem du einfach selbst eine Reihe von Sätzen bildest und die auf HiNative auf Richtigkeit überprüfen lässt. Danach entfernst du den Teil, den du lernen willst. Willst du die Partikel üben, entfernst du zum Beispiel alle Partikel aus einem Satz und schon hast du eine Aufgabe. Mit der Zeit erhälst du so einen ganzen Stapel, den du immer wieder durchgehen kannst.

6. Übe Lesen und Schreiben

Worum geht es? Wenn du lernen willst, musst du eine Sprache auch verwenden. Du musst Texte lesen und auch eigene schreiben. Damit verbesserst du zudem ganz nebenbei deinen Wortschatz, wie bereits bei Punkt 3 erwähnt.

So machst du das am besten! Aosora Bunko und Ehon sind nur einige der Webseiten, wo du japanische Texte findest. Aber du musst dich nicht nach solchen Vorgaben richten. Es eignet sich alles, was dich persönlich interessiert. Es bringt etwa wenig, dich mit Nachrichten zu befassen, wenn du in Wirklichkeit Manga verstehen willst. Es kann aber von Vorteil sein, zunächst mit einfachen Texten zu beginnen. Die Webseite learnnatively.com hilft dabei, die zu finden.

Manga können lohnen: Da es einen Manga zu so gut wie jedem Interessengebiet gibt, eignen die sich ebenfalls, wenn du das Lesen üben willst. Natürlich solltest du erkennen können, wenn bestimmte Charaktere überzogene Aussprachen nutzen. Das kommt mit der Übung. Eine Auswahl von Manga findest du in meiner Liste zu den besten Manga laut Japanern.

Schreibe mit Muttersprachlern: Zum Schreiben setzt du hingegen wieder auf HiNative. Dort verfasst du Blog-Einträge auf Japanisch. Schreib etwa darüber, was du am jeweiligen Tag erlebt hast. Sieh dir danach die Korrekturen an, die Muttersprachler posten und lerne so aus deinen Fehlern!

7. Trainiere Hören und Sprechen

Worm geht es? Mit Schreiben und Lesen alleine ist es nicht getan, du brauchst auch Übungen zum Hören und Sprechen. Außerdem solltest du die Technik des Shadowing verwenden. Also das Gehörte nachsprechen. Dank Youtube findest du Material dafür ohne Ende.

So machst du das am besten!  Such einfach auf Japanisch nach Videos zu deinen Hobbies. Pass nur bei Anime auf, da die manchmal auf eine etwas überzogene Aussprache setzen. Am ehesten eignen sich japanische Youtuber zu deinen Interessengebieten. Pausiere, wenn du etwas nicht verstehst und übersetze. Danach versuchst du die Aussprache zu kopieren und das gehörte zu wiederholen.

Bleib motiviert!

Wenn du nach diesem Kursplan vorgehst, musst du stets selbst motiviert bleiben und dich täglich alleine dazu zu bringen, Japanisch zu lernen. Das ist jedoch etwas, dass du so oder so lernen musst.

Denn wenn du dich von Lerngruppen abhängig machst, dann könnte deine Motivation und dein Fortschritt leiden, wenn mal ein Treffen ausfällt oder jemand aufhört zu lernen, mit dem du dich gut verstehst. Übliche Sprachkurse enden hingegen irgendwann und damit auch dein Drang, etwas für sie zu lernen. Zudem leiden sie noch an weiteren Problemen, die ich im folgenden Artikel genauer erkläre:

Profilbild von Mathias Dietrich

Ich bin der Betreiber von Kawaraban und beschäftige mich seit 2007 mit Japan seiner Sprache.

Ich habe einen Bachelor of Arts in Japanologie erworben und ein Austauschstudium an der Senshu-Universität absolviert.

Seit 2018 lebe ich in Japan und berichte über mein Leben hier und das Land an sich.

Eines meiner Ziele ist es, zukünftigen Generationen bessere Erklärungen zur Sprache zu bieten, als ich sie zur Verfügung hatte.

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