Japanischkurs
Japanische Adverbien

Adverbien, Substantivierung und die Partikel mo

Hier erkläre ich dir, wie Adverbien funktionieren und stelle dir zudem vor, was es mit こと und der Partikel も auf sich hat.

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Die Bildung von Adverbien

彼は一生懸命に速く働いた。

(Kare-ha isshoukenmei-ni hayaku hataraita.)

Was ihn angeht, mit voller Anstrengung schnell arbeitete.

Die Besonderheit in diesem Satz sind zwei verschiedene Methoden, Adverbien einzusetzen:

Substantiv zu Adverb: Als erstes siehst du 一生懸命に (isshoukenmei-ni – mit voller Anstrengung). Eine Formulierung, die du im Japanischen öfter hören wirst. Mit der Partikel に gibst du hier an, dass es sich bei diesem Substantiv um eine Art und Weise handelt, mit der eine Aktion ausgeführt wird. Das funktioniert auch mit anderen Nomen.

Adjektiv zu Adverb: Die zweite Form eines Adverbs ist 速く (hayaku). Du kennst es vielleicht schon in der Form 速い (hayai – schnell). Hier wurde die standardmäßige い-Form des Adjektivs zu seinem く-Stamm verschoben, wodurch es nicht mehr “schnell-sein” bedeutet, sondern zu einem Adverb wird. Also sagt, auf welche Art und Weise eine Aktion ausgeführt wird.

Neben diesen beiden Arten der Adverbien gibt es zudem noch eine dritte, die du im folgenden Beispiel seihst:

おばあさんはゆっくり横断歩道を渡った。

(Obaa-san-ha yukkuri oudanhodou-wo watatta.)

Was die alte Dame angeht, langsam Zebrastreifen überquerte.

Ein ungewöhnliches Adverb: Hier solltest du auf das ゆっくり achten. Und es ist ungewöhnlich, da es ein Substantiv ist, das du ohne die Verwendung von に als Adverb verwenden kannst. Derartige Adverbien werden dir im Japanischen häufig auffallen.

Substantivierung mit こと (koto)

Verben kannst du im Japanischen auf eine ganz simple Art und Weise substantivieren. Und zwar, indem du das Wort こと verwendest, was einfach nur eine “Sache” ist. Das Wort speziell bezeichnet eine metaphorische Sache. Es gibt auch noch もの, was ein physisch existierendes Ding bezeichnet.

高い山に登ったことがある。

(Takai yama-ni nobotta-koto-ga aru.)

Hoher Berg-Ziel bestieg-Ding existieren.

Satz zu Substantiv: Die Besonderheit an diesem Satz ist die Formulierung ことがある (koto-ga aru). Die wird hier durch das davorstehende 高い山に登った genauer definiert. Es wird also “Die Sache, einen hohen Berg bestiegen zu haben.” Darauf kommt das “がある” also der Subjekt-Marker gefolgt von “existiert”. Entsprechend bedeutet der Satz “Ich habe schonmal einen hohen Berg bestiegen”.

Das Gegenteil: Manchmal wirst du diese Formulierung auch mit がない (-ga nai) am Ende sehen. Das ist dann entsprechend das Gegenteil und heißt, dass, was auch immer davor stand, noch nicht stattgefunden hat.

Die Partikel も

も ist eine weitere Nicht-logische Partikel, die du dir wie auch は als eine Art Flagge vorstellen kannst. Also die logische Bedeutung eines Satzes nicht verändert.

私も映画館に行った。

(Watashi-mo eigakan-ni itta.)

Ich-auch Kino-zu ging.

Die Funktion von も: Diese Partikel markiert ebenfalls das Thema eines Satzes wie は, setzt aber immer voraus, das bereits ein anderes Thema existiert, das nun geändert wird. Jedoch bleibt der Kommentar über das Thema identisch. Ein weiteres は würde hingegen bedeuten, dass du nicht nur ein neues Thema festlegst, sondern auch den Fokus auf eine andere Aktion des neuen Themas legst.

Nutzung mit anderen Partikeln: Genauso wie mit dem は funktioniert das も auch mit dem Objektmarker を. Nur dass du hier das Objekt änderst, statt dem Thema. Bei anderen Partikeln musst du jedoch aufpassen. Denn bei denen musst du das も zusätzlich nutzen, anstatt die vorherige Partikel einfach zu ersetzen. Das siehst du etwa bei der Nutzung mit に. Willst du “Ich bin auch zum Schloss gegangen” auf Japanisch sagen, dann wäre das「お城にも行った。」- “Schloss-zu-auch ging.”

Das nächste Kapitel wird sich um das kümmern, was die meisten Lehrbücher stets transitive und intransitive Verben nennen. Aber du ahnst es schon: Diese Bezeichnung stimmt nicht ganz und das System funktioniert im Japanischen etwas anders.

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Profilbild von Mathias Dietrich

Ich bin der Betreiber von Kawaraban und beschäftige mich seit 2007 mit Japan und seiner Sprache.

Ich habe einen Bachelor of Arts in Japanologie erworben und ein Austauschstudium an der Senshu-Universität absolviert.

Seit 2018 lebe ich in Japan und berichte über das Land und mein Leben hier.

Eines meiner Ziele ist es, zukünftigen Generationen bessere Erklärungen zur Sprache zu bieten, als ich sie zur Verfügung hatte.

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