Japanische Schrift und Alphabete

Wenn du Japanisch lernst, solltest du als erstes die Schriftsätze Hiragana und Katakana verinnerlichen.

Die japanische Schrift besteht aus gleich drei großen Zeichensätzen. Es gibt die beiden Alphabete Hiragana und Katakana, sowie die Kanji. Wenn du die Sprache lernen willst, musst du alle können. Hier erklär ich dir, wie sie funktionieren.

Überblick zu den japanischen Schriftzeichen

Die Grundvoraussetzung, um Japanisch zu lernen, sind die Hiragana und Katakana. Zusammen werden die einfach als Kana bezeichnet und es handelt sich bei ihnen sozusagen um die japanischen Buchstaben. Dazu gibt es die Kanji, bei denen es sich um meist komplexere Zeichen mit eigener Bedeutung handelt.

Im folgenden Bild kannst du dir direkt einen ersten Überblick zu den drei japanischen Schriften machen. Danach erkläre ich dir genauer, wie sie funktionieren, wofür du sie brauchst und wie du sie am besten lernst.

Japanische Schrift und Alphabete im Überblick

Was sind Hiragana?

Hiragana sind das erste wichtige japanische Alphabet, das du können musst. Es besteht aus insgesamt 46 Schriftzeichen, bei denen es sich um Moren handelt. Auch japanische Kinder lernen zunächst Hiragana, bevor sie Katakana und Kanji lernen. Sie haben vier große Einsatzgebiete:

  • Worte: Du wirst häufig sehen, dass manche Worte komplett ohne Kanji mit Hiragana geschrieben werden. Nicht nur in Kinderbüchern, sondern auch in Werken für Erwachsene. Das ist eine künstlerische Entscheidung.
  • Partikel: Die grammatischen Partikel im Japanischen werden im Regelfall mit Hiragana geschrieben.
  • Okurigana: Als Okurigana bezeichnet man grammatische Wortendungen. Auch diese schreibst du mit Hiragana.
  • Furigana: Manchmal wird in Texten die Aussprache eines Kanji in Hiragana darüber oder daneben geschrieben. Das nennt man Furigana. Du wirst es am ehesten in Kinderbüchern sehen, aber auch bei weniger gebräuchlichen Worten in ganz normalen Werken.

Was sind Katakana?

Bei Katakana handelt es sich um das zweite japanische Alphabet. Es sind erneut 46 Zeichen wie bei den Hiragana. Die Aussprache ist identisch und es gibt auch keine Bedeutungsunterschiede. Du kannst dir den Unterschied zwischen Hiragana und Katakana ein wenig so vorstellen wie den zwischen Groß- und Kleinschreibung. Die zwei Zeichensätze werden im Japanischen aber etwas anders verwendet. Katakana findest du vor allem bei:

  • Lehnwörter: Japanisch hat zahlreiche Worte aus anderen Sprachen überneommen. Die werden in Katakana geschrieben.
  • Ausländische Namen: Allgemein werden ausländische Namen mit Katakana geschrieben. Du solltest also auch lernen, deinen eigenen Namen mit Katakana zu schreiben.
  • Hervorhebung: Katakana werden auch künstlerisch eingesetzt, um zum Beispiel Worte hervorzuheben oder eine andere Aussprache dieser in Texten zu verdeutlichen.

Was sind Kanji?

Kanji sind die aus dem chinesischen übernommenen Schriftzeichen, bei denen jedes eine eigene Bedeutung und auch mehrere Aussprachen hat. Für den Alltagsgebrauch musst du 2.136 von ihnen beherrschen. Es gibt jedoch wesentlich mehr von ihnen.

  • Namen: Japanische Namen werden sehr oft mit Kanji geschrieben.
  • Japanische Worte: So gut wie jedes Wort kannst du auch mit Kanji schreiben. Es gibt Worte, bei denen das geläufig ist und andere, die du eher selten in ihrer Kanjiform siehst.

Kanji sind wichtig: Japanisch ohne Kanji zu lernen ist sehr schwer. Dafür sorgen unter anderem zahlreiche Homonyme, also Worte mit gleicher Aussprache aber anderer Bedeutung, sowie der Satzbau ganz allgemein. Gerade lange Sätze ohne Kanji zu lesen ist anstrengend.Wie genau sie funktionieren, erkläre ich dir im folgenden Artikel:

Was sind Romaji?

Als Romaji bezeichnet man in Japan die uns bekannten lateinischen Buchstaben. Denen wirst du aber vergleichsweise selten begegnen. Maximal werden sie für künstlerische Zwecke eingesetzt. Zum Beispiel, um einen Firmennamen zu schreiben oder ab und an auch in den Namen von Geschäften.

An dieser Stelle nenne ich sie nur, damit du weißt, was es ist, wenn du über den Begriff stolpern solltest. Denn obwohl es durchaus Lehrbücher und Kurse gibt, die Japanisch mit Romaji beibringen, so rate ich davon ab, die Sprache so zu lernen. Wieso erkläre ich im folgenden Artikel:

Welches japanische Alphabet solltest du zuerst lernen?

Beim lernen der Zeichen kannst du einfach nach der Abfolge in diesem Artikel hier vorgehen. Fange also mit Hiragana an, lerne danach die Katakana und widme dich danach, zusammen mit Vokabeln und Grammatik, nach und nach um die Kanji. Wie genau du beim Lernen vorgehen solltest, erklär ich dir im folgenden Artikel:

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