Kanji: Alle wichtigen Infos zu den Schriftzeichen

Kanji im Japanischen

Kanji bedeutet so viel wie “chinesische Zeichen”. Denn es ist das Schriftsystem, dass Japan aus China übernommen hat. Sie wirken auf den ersten Blick sehr komplex, aber wenn du weißt, wie sie funktionieren, verlieren sie viel von ihrem Schrecken. Falls noch nicht getan, solltest du dir aber vorher meinen Artikel zur japanischen Schrift ansehen.

Was genau sind Kanji?

Wie funktionieren Kanji? Kanji sind japanische Zeichen, bei denen ein einziges bereits ein komplettes Wort sein kann. Häufig siehst du aber Kombinationen, dessen Bedeutung sich wiederum aus den zum schreiben verwendeten Zeichen ableitet. Sie werden für alle möglichen Worte genutzt. Einzig Partikel und grammatische Teile lassen sich nicht mit Kanji schreiben.

In Kanji schreiben ist keine Pflicht: Dir wird sehr schnell auffallen, dass selbst Muttersprachler nicht jedes Wort, dass man mit Kanji schreiben kann, immer mit einem schreiben. Gerade bei vielen simplen und häufig auftauchenden Worten verzichtet man oft auf Kanji. Im Laufe der Zeit wirst du ein Gefühl dafür entwickeln, wann du mit und wann ohne Kanji schreiben solltest.

Mehr als nur eine Aussprache

Kanji haben mehr als eine Aussprache

Onyomi und Kunyomi: Kanji haben im Regelfall mehr als eine Aussprache. Dabei wird zwischen Onyomi, der chinesischen Aussprache, und Kunyomi, der japanischen Aussprache unterschieden. Erstere wird im Regelfall in Katakana geschrieben, letztere mit Hiragana. Es gibt Zeichen, die sich auf dutzende verschiedene Weisen lesen lassen. Allerdings muss dich das nicht stören. Denn:

Du musst nur die häufigste Aussprache lernen! Du solltest stets nur die häufigste Aussprache eines Kanji gemeinsam mit dem Zeichen selbst lernen. Bei allen weiteren lernst du vorrangig die Vokabel und prägst dir ein, mit welchen Zeichen sie geschrieben werden. Denn es bringt dir nichts, dir eine Aussprache eines Kanjis einzuprägen, die nur in einem einzigen Wort vorkommt. Außer, du hast vor, künstlerisch mit der Sprache zu spielen und etwa Dichter zu werden..

Faustregel: Bei den meisten, aber nicht allen, Kanji die in Kombination mit einem zweiten stehen, nutzt du die Onyomi-Aussprache. Siehst du hingegen, dass es gemeinsam mit Okurigana steht, musst du oft die Kunyomi-Aussprache nutzen. Es gibt aber Ausnahmen.

Kanji und Homonyme

In Japanisch gibt es sehr viele Homonyme. Das heißt Worte, die absolut identisch ausgesprochen werden, aber mit einem anderen Kanji geschrieben werden und damit auch eine andere Bedeutung haben. Ein Beispiel:

  • 帰る (kaeru): Zurückgehen
  • 買える (kaeru): kaufbar-sein
  • 変える (kaeru): verändern

Verschiedene Zeichen, gleiche Bedeutung: Es gibt aber auch Worte, die du einfach mit verschiedenen Kanji schreiben kannst. Bei denen musst du aufpassen. Manchmal bedeuten sie wirklich einfach nur das gleiche. Manchmal hat das Wort durch ein anderes Kanji aber auch eine andere Nuance.

Wie viele der Zeichen musst du können?

Die Joyo-Kanji: Das japanische Bildungsministerium hat eine Liste mit 2.136 Kanji erstellt, die Japaner während ihrer Schullaufbahn lernen müssen und deren Wissen im Alltag vorausgesetzt wird. Diese Kanji nennt man Joyo-Kanji und es sind die selben, die du auch können musst.

Wie lernst du Kanji am besten?

Tipps zum lernen: In einem weiteren Artikel habe ich einige der wichtigsten Tipps zusammengefasst, um dir das Kanjilernen einfacher zu gestalten. Der gibt dir nicht nur wichtige Hinweise zum Lernen der Bedeutung, sondern auch der Strichreihenfolge, damit du die Zeichen richtig schreiben kannst.

So lernst du die Sprache an sich: Jetzt, wo du weißt, was es mit der japanischen Schrift auf sich hat, kannst du weiter meinem Kurs folgen. Der erklärt dir nicht nur die Grammatik der Sprache, sondern auch, wie du vorgehen solltest, damit du schnell ein Sprachniveau erreichst, mit dem du auf Japanisch über deine Interesse reden kannst.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert