Otaku-Makeover machen Nerds zu attraktiven Männern

Japan Otaku Makeover

Ein Männersalon in Tokio hat sich eine ganz besondere Zielgruppe für Makeover-Tipps ausgesucht: Otaku. Auf seinem Twitter-Kanal präsentiert er die Transformation und erntet damit viel Zuspruch.

Wieso ausgerechnet Otaku-Makeover?

Als Otaku bezeichnet man in Japan vorrangig die Fans von Anime, Manga und Videospielen. Eine ihrer Besonderheiten ist, dass sie dem klassischen Klischee zufolge nicht viel Wert auf ihr Äußeres legen und auch Dinge wie Körperhygiene vernachlässigen. Wie man sie genau definiert, habe ich in einem anderem Artikel ausführlich erklärt:

Diese zugesprochene Eigenschaft machte sie zum idealen Ziel für den Männersalon Kurisu in Shibuya, der anhand dieser Zielgruppe seine Fähigkeiten demonstriert und einige Vorher-Nachher-Bilder auf Twitter teilt.

Vom Nerd zum attraktiven Mann

Derartige Makeover müssen nicht zwangsläufig kompliziert sein. Bereits kleine und auf den ersten Blick unscheinbare Änderungen können aus den einst erkennbaren Nerds Männer machen, die den neuesten Modetrends folgen.

So schneidet der Stylist Yuki bei einem Herren etwa einfach ein paar ausgefranste Haare an der Stirn ab und gibt ihm einen neuen Seitenscheitel und schon verwandelt sich das anfangs ungepflegt aussehende Gesicht in eines, das wesentlich jünger und erfrischter aussieht.

Bei anderen Kunden legt er hingegen etwas mehr Hand an und rasiert sie nicht nur, sondern verpasst ihnen zudem neue Kleidung, um den typischen Otaku-Look loszuwerden.  So verpasst er nich tnur älteren Herren ein Makeover, sondern auch seinen jüngeren Besuchern.

Empfehlung der Experten

Für all jene, die selbst an ihrem Äußeren arbeiten wollen, erklärt der Fachsalon direkt, worauf es bei einem wohl gepflegten Aussehen ankommt und teilt diese Informationen direkt über Twitter.

Die inneren Werte zählen

Wie ein Otaku auszusehen, muss jedoch nicht zwangsläufig etwas Schlechtes sein. Denn in den 90er Jahren etablierte sich zusammen mit einem Wandel des Ansehens der Mitglieder dieser Subkultur auch das Bild eines Otakus als sehr einfühlsamer Liebhaber, unter anderem dank des Films Densha Otoko.

Obwohl die Otaku gerade nach einer Mordserie in den Jahren 1988 und 1989 eher verachtet waren, ist das heutzutage nicht mehr der Fall. Denn die meisten Japaner schauen selbst Anime oder lesen Manga und entsprechende Filme stoßen heutzutage auf das Interesse des Mainstream-Marktes.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.