Transplantat-Technik, die KyoAni-Brandstifter half, rettet weiteres Leben

Japan Hauttransplantat

2019 zündete ein Brandstifter das Gebäude von Kyoto Animation an. Der Täter selbst überlebte mit schweren Verbrennungen und konnte nur durch Einsatz einer experimentellen Hauttransplantations-Behandlung gerettet werden. Die half jetzt einem weiteren Opfer.

Für diese Technik kultivieren die Ärzte die verbleibende Haut des Opfers, um ein Transplantat zu erschaffen. Die Methode an sich ist bereits länger bekannt. Die Besonderheit des Falles war jedoch die große Menge an Haut, wie man reproduzieren musste: ganze 93 Prozent.

Bereits 2019 war die Technik von Erfolg gekrönt und der Täter überlebte dank der Behandlung. Fast zwei Jahre nach dem ursprünglichen Fall rettet diese Behandlungsmethode ein anderes Verbrennungsopfer aus Tottori.

Zweiter Einsatz der Methode

Am 16. April 2021 setzte die Notaufnahme des Tottori Universitäts­krankenhauses die Methode zum zweiten Mal weltweit ein und konnte damit einen Mann mittleren Alters retten, dessen Haut zu 95 Prozent verbrannt war.

Die Operation wurde unter Leitung von Dr. Takahiro Ueda durchgeführt, einem Spezialisten für Verbrennungsopfer.  Für ihn handelt es sich hierbei um einen sehr wichtigen Meilenstein in der Medizin. Den Erfolg kommentierte er folgendermaßen:

Ich glaube, diese Behandlungsmethode wurde mit diesem zweiten Erfolg nun objektiv etabliert.

Das Opfer befindet sich mittlerweile in einem stabilen Zustand. Er muss nicht mehr beatmet werden und kann bereits wieder ohne medizinische Unterstützung reden.

Auf Regen folgt Sonnenschein

Die Brandstiftung am 16. Juli 2019 forderte insgesamt 36 Todesopfer. Unter ihnen befanden sich auch die Regisseure Yasuhiro Takemoto (The Disappearance of Haruhi Suzumiya) und Yoshiji Kigami (Baja No Studio). 34 weitere wurden verletzt.

Es ist ein kleiner Trost nun zu wissen, dass durch diesen Vorfall erstmals eine neue medizinische Methode getestet werden konnte, welche jetzt andere Menschenleben retten kann.

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